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Tauchplätze

Das Schiff:
Die Capua war ein Frachtschiff mit einer Tonnage von 44 Tonnen, einer Länge von 45 Metern und einer Breite von ca. 8 Metern. Das Schiff wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts durch die Werft Wood Skinner&Co. Newcastle in England gebaut. Es diente während des zweiten Weltkrieges als Versorgungsschiff. Die Capua sank am 27 April 1943 als sie Waffen für die italienischen Truppen in Afrika von Trapani nach Tripolis bringen sollte. Wegen eines Feuers an Bord kam es zu einer gewaltigen Explosion. Die gesamte Mannschaft überlebte zwar, doch sank das Schiff 10 Stunden später und liegt nun auf sandigem Grund in 38m Tiefe vor der „Mazzo di Sciacca“ innerhalb des heutigen Riserva dello Zingara.
Aus welchem Grund damals das Feuer ausbrach wurde nie richtig geklärt. Gerüchte besagen dass das Feuer von der kriegsmüden Mannschaft selbst gelegt wurde, andere Stimmen lassen verlauten die Brandstiftung sei deshalb begangen worden weil ein englisches U-Boot gesichtet wurde. Was immer auch geschah, wir werden es nie genau erfahren aber auch dieser Hauch eines Geheimnisses trägt zur Attraktivität des Betauchens der Capua bei.

Der Tauchgang:
Normalerweise wird die Boje am Bug des Wracks befestigt in etwa 28m Tiefe. Schon beim Abstieg sehen wir das Deck oder besser das Gerippe der Brücke da nach mehr als sechzig Jahren Holz Strukturen nicht mehr existieren. Durch die Metallstreben kann man die Kabinen des Vorschiffes erkennen. Der Tauchgang führt weiter Richtung Heck. Nach ein paar Metern kann man den Eingang in den Laderaum ausmachen. Im Inneren ist es ziemlich dunkel und schlammig aber manchmal erlaubt ein Slalom zwischen den Trägern die Begegnungen mit Lobstern. Immer das Wrack an der linken Schulter geht es auf 35m hinunter. Zwischen den Überresten treffen wir auf Muränen und Congers. Die Meeraale sind in der Tat eine der Attraktionen des Wracks aber nicht die größte die wir ein paar Meter weiter in Richtung Heck vorfinden. Die Lücke die die Explosion an der Schiffswand aufgerissen hat, ermöglicht uns den Zugang in den Bauch des Wracks. Hier erwartet uns ein Netz von Rohren, Platten und Kabeln die mit Rost bedeckt sind, eine alte Werkbank mit der Schraubzwinge, hinter der Werkbank scheinen die Werkzeuge immer noch geordnet an der Wand zu hängen. Ein Stück eingefrorene Zeit aus dem letzten Jahrhundert. Hier lassen sich ebenso große Meeraale beobachten die im Wrack leben (siehe Video).Von hier aus kann man noch zu einem großen Raum nach achtern tauchen. Folgen wir dann dem einfallenden Licht werden wir wieder das Deck am Heck erreichen. Die Schiffsschraube und das Ruderblatt befinden sich nicht mehr an ihrer ursprünglichen Position und so können wir langsam zurückkehren zur Boje während wir die Capua nochmals von oben betrachten.


Video von Purpetiellodivers